NO-GO ohne Know-how

NO-GO ohne Know-how

Technik und Digitalisierung bieten Unternehmen viele Möglichkeiten effizienter zu arbeiten, mehr Wertschöpfung zu erzielen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Welche Kompetenzen dazu genau gebraucht werden, ist Thema dieses Beitrags.

Um innovationsfähig zu sein, ist Kompetenzaufbau eine der Kernherausforderungen der Zukunft für Unternehmen. Dies zeigen auch die Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt AnGeWaNt, in welchem wir mit drei Unternehmen hybride Geschäftsmodelle exemplarisch umsetzen.

Innovative Technik ermöglicht Unternehmen Produktnutzungsdaten zu erheben und diese für neue Services zu nutzen. Diese bringen den Kunden Optimierungspotenziale und den Anbietern neben ihren Produktverkäufen zusätzliche Wertschöpfung. Diese neuen Wertschöpfungspotenziale können jedoch nur gehoben werden, wenn in den Unternehmen die dafür notwendigen Kompetenzen zur Verfügung stehen. Aber welche Kompetenzen werden nun konkret gebraucht? Um sich dieser Frage zu nähern, wurden im Rahmen des Projektes AnGeWaNt Forschungsberichte ausfindig gemacht, die Aussagen zu Kompetenzbedarfen in der Arbeitswelt der Zukunft liefern.

Handlungsfelder für die zukünftige Kompetenzentwicklung

Auf technischer Seite sind die Bereiche IT und Entwicklung gefordert, sich zukünftig bspw. um die Vernetzung der Produkte und die Erfassung der Produktnutzungsdaten zu kümmern. Es wird Fachpersonal gebraucht, welches sich mit Datensicherheitsaspekten auskennt aber auch Datenwissenschaftler, die hilfreichen Informationen aus den Daten ermitteln können sowie Programmierkenntnisse für maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz beherrschen. Gerade die Suche nach Beschäftigten mit diesen Qualifikationen gestaltet sich schwierig. Stellen sind oft lange Zeit unbesetzt und Innovationspotenziale gehen verloren.

Auch die kundennahen Bereiche stehen vor neuen Herausforderungen. Beschäftigte im Vertrieb werden zukünftig neben dem reinen Produkt auch die datengetriebenen Services vertreiben müssen. Dafür gilt es viel stärker in die Prozesse der Kunden einzusteigen, um zu verstehen, wo Daten helfen Prozesse zu optimieren und einen Mehrwert bieten können. Kompetenzen zur Prozessanalyse und ein gewisses Maß an Datenverständnis werden erforderlich. Auch Beschäftigte in den Servicebereichen benötigen anderes Know-how. Sie müssen im Umgang mit den Webplattformen zum Datenaustausch versiert sein, um den Kunden bei Problemen Hilfestellung leisten zu können. Insgesamt ist davon auszugehen, dass in Zukunft mehr technisches Know-how benötigt wird. Neue Kompetenzen erfordert auch der Umgang mit einer Vielzahl an digitalen Tools, die seit der Corona-Pandemie ohnehin verstärkt in Unternehmen zur virtuellen Kommunikation und Kollaboration eingesetzt werden.

 

Weitere Informationen zu Kompetenzbedarfen für die Arbeitswelt der Zukunft finden Sie im Faktenblatt.

Autorin: Nicole Ottersböck, wissenschaftliche Expertin des ifaa.

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